Eigenkapitaldecke norwegischer Banken neuerdings bedenklich dünn

Die Eigenkapitalisierung norwegischer Banken ist dramtisch gesunken. Galten die norwegischen Geldinstitute noch bis vor kurzem angesichts eines Eigenkapitals von mehr als 6% als relativ sicher, hat sich aus dem jüngsten Absinken der Eigenkapitalisierung eine gänzlich neue Situation ergeben.

Auch die norwegische Krone, die jahrelang eine starke Wechselkursperformance abgegeben hat, ist jüngst an den Devisenmärkten stark gefallen. Dies allerdings dürfte von den neuen Zahlen zum Eigenkapital norwegischer Banken unabhängig und vielmehr auf den starken Rückgang des Ölpreises zurückzuführen sein.

Keine guten Zeiten für Anleger mit Geld in Norwegen.

Von den Märkten zunächst fast unbemerkt, ist im Laufe des Jahres 2015 das Verhältnis von Eigenkaital zu Einlagen (Verbindlichkeiten) der norwegischen Banken von bisher 6% auf nur noch rund 2.2% gefallen. Die einstmals gut aufgestellten norwegischen Banken sind damit auf das bedenklich niedrige Eigenkapitalniveau von Banken in den meisten anderen Ländern zurückgefallen.

Ob damit die norwegischen Geldinstitute für internationale Anleger — wie bislang vielfach empfohlen — noch ein brauchbarer Ort zur Vermögenssicherung sind, erscheint fraglich. Wirkliche Vermögenssicherung mit Papierwährungen wird damit für Anleger immer schwieriger, eine Zunahme der Beliebtheit von sogenannten virtuellen Währungen wie Bitcoin, Litecoin und ähnlichen immer eher denkbar. Demgemäß setzt der Preis von Bitcoin auch seit dem vorigen Monat zu einer nachhaltigen Erholung gegenüber dem US Dollar, Euro und Britischem Pfund an.

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